DOM – Deutsches Ostforum, München e.V. wurde auf Initiative des späteren Präsidenten Joachim Müller am 15. April 1991 mit der Firmierung „Deutsch-Sowjetisches Forum, München e.V.“ (DSFM) als gemeinnütziger Verein gegründet. 23 namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur zeigten durch ihr Engagement als Gründungsmitglieder die hohen Stellenwert von DSFM als Verbindung zu den mittel- und osteuropäischen Ländern.
Bereits bei seiner ersten Veranstaltung am 3.7.1991, einem Expertengespräch in den Räumen des Bayerischen Rundfunks, konnte das DSFM neben dem sowjetischen Botschafter Terechow auch den ungarischen Botschafter Dr. Horvath sowie namhafte Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft begrüßen, die im Rahmen dieses Gespräches das sowjetische Antikrisenprogramm mit dem Botschafter Terechow diskutierten.
Kurz darauf folgten:

  • ein Symposium über das neue sowjetische Patent- und Warenzeichenrecht in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Patentamt und dem VDI, Düsseldorf,
  • in Zusammenarbeit mit der Universität der Bundeswehr München, eine Vortragsveranstaltung zum Thema „Truppenabzug aus den neuen Bundesländern“ mit über 500 Teilnehmern, bei welcher der Oberbefehlshaber der Westgruppe der Truppen, Generaloberst Matwej P. Burlakow, referierte,
  • eine Veranstaltung zum neuen russischen Aktien- und GmbH-Recht
  • ein Empfang einer hochrangigen russischen Regierungsdelegation unter Leitung des stellvertretenden Ministerpräsidenten der russischen Föderation, Herrn Walerij Marcharadse und 150 Vertretern der deutschen Wirtschaft
  • weitere Veranstaltungen mit Alexander Schochin, Dr. Wiktor Antonow
  • ein Projekt zum Praktikantenaustausch
  • die Eröffnung des Büros in Moskau, Puschkinstraße 9
  • die Förderung der Kultur durch Ausstellungen bekannter Maler, z.B. des bekannten russischen Malers Alexej Schmarinow in Passau und Starnberg.

Die Auflösung des Ostblocks und der Zerfall der UdSSR Ende 1991 führten zu der Notwendigkeit einer Korrektur des Betätigungsfeldes, zur Beschäftigung mit Fragen der Zusammenarbeit Deutschlands mit den Republiken der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten und den selbständigen Ländern. Logische Folge hiervon war die Änderung der Firmierung des DSFM in „DOM – Deutsches Ostforum, München e.V.„, beschlossen in der Generalversammlung am 08.10.1992.

DOM leistete in den Folgejahren mit Erfolg und hohem Ansehen in Deutschland und den Nachfolgestaaten der früheren Sowjetunion bzw. den Staaten des Ostblocks Hilfe zur Selbsthilfe auf dem schweren Weg zur Marktwirtschaft. Wichtige aktuelle Themen wurden unter Beteiligung von Experten beider Seiten in Gesprächen und auf hochrangig besetzten Symposien behandelt. Regelmäßig stattfindende Round Tables leisteten die Vorbereitung dazu. Business Lounches, mit denen Einblicke in die vielfältigen Aktivitäten mittelständischer Unternehmer in Osteuropa gegeben werden, tragen zur Vertiefung der Beziehungen zu den östlichen Nachbarn bei und auch dazu, dass man nicht jede Erfahrung selbst machen muss. Osteuropäische Mitglieder von DOM sind in der Lage eine „andere Sicht“ in der Diskussion beizutragen. Damit leistet DOM ein Stück gelebten Kulturaustausch, ebenso wie durch Kulturveranstaltungen mit Künstlern aus Osteuropa.

Die politische und wirtschaftliche Landschaft der Partnerländer von DOM hat sich großteils in der Zwischenzeit grundlegend geändert. Die Themen sind aber nicht weniger geworden, sie sind zum Teil nur andere, wie:

  • 2010 auf der DOM Jahreskonferenz: „Industriespionage und Datenschutz“ Referat und Diskussion mit dem Präsidenten des Bayerischen Landeskriminalamtes Peter Dathe.
  • 2014 auf der DOM Jahreskonferenz: „Zehn Jahre EU-Beitritt der MOE-Länder: Analyse, Bilanz und Schlussfolgerungen“ Referat und Diskussion mit Prof. Gabriel Felbermayr, Ifo Institute

Mit interkultureller Kompetenz das gegenseitige Verständnis und die Toleranz zwischen Deutschland und den Partnerländern zu fördern, die Zusammenarbeit auf allen Feldern der Völkerverständigung insbesondere in den Bereichen Kultur und Wissenschaft zu vertiefen sowie die allgemeine Aufklärung über die verschiedenen Wirtschaftssysteme waren bei Gründung des Vereins das Ziel und sind es auch heute noch.