Die Referenten (v.l.):
Harald Leupold, Geschäftsführer Hafen Nürnberg-Roth GmbH, Martin Staats, Vorstand Main-Schifffahrt-Genossenschaft eG (MSG), Uwe Lamann, Präsident DOM e.V., Dr. Michael Fraas, Stadtrat und Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg
und Joachim Zimmermann, Geschäftsführer bayernhafen Gruppe.

 

 

Auf große Resonanz stieß eine Veranstaltung des Deutschen Ostforums München im Nürnberger Hafen. Das Ost-West-verbindende Thema des informativen Fachforums lautete:

„Die Bedeutung des Rhein-Donau-Korridors als zentrale Verkehrsachse in Europa“.

Dazu referierte Dr. Michael Fraas, Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg, Geschäftsführer „Forum Wirtschaft und Infrastruktur“ der Europäischen Metropolregion Nürnberg sowie Vorsitzender „Deutscher Wasserstraßen- und Schifffahrtsverein Rhein-Main-Donau e.V. (DWSV)“. Joachim Zimmermann, Geschäftsführer Bayernhafen GmbH & Co. KG Regensburg, Präsidiumsmitglied Bundesverband öffentlicher Binnenhäfen e.V. (BöB) sprach über die „Binnenhäfen als trimodale Knoten im Transeuropäischen Netz (TEN-V)“. Außerdem erläuterte Martin Staats, Vorstand Main-Schifffahrt-Genossenschaft eG (MSG), Würzburg und Präsident Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB), warum die Binnenschifffahrt für das Funktionieren moderner Volkswirtschaften eine unverzichtbare Rolle spielt. Zum Auftakt der Veranstaltung hatte Geschäftsführer Harald Leupold bei einer Busrundfahrt den bayernhafen Nürnberg vorgestellt. Begrüßt hatte die Gäste DOM-Präsident Uwe Lamann.

Zur bayernhafen Gruppe gehören die sechs Standorte Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau. Die Lage an wirtschaftsgeografisch bedeutenden Knotenpunkten kombiniert mit einer effizienten Verknüpfung der Verkehrswege Wasser, Schiene und Straße zeichnet die Standorte aus. Jährlich werden rund 29 Millionen Tonnen Güter per Schiff, Bahn und LKW umgeschlagen. 800 Hektar Gesamthafenfläche und rund 500 ansässige Unternehmen mit mehr als 12.000 Beschäftigten machen die bayernhafen Gruppe zudem zu einem der leistungsstärksten Logistik-Netzwerke in Europa und zu bedeutenden Wirtschaftsmotoren in Bayern. Die bayernhafen Gruppe selbst beschäftigt über 200 Mitarbeiter.

Die bayernhafen Gruppe ist ein aktiver Moderator für die Entwicklung von Logistiklösungen und Netzwerken. Sie agiert als Standortarchitekt, der unternehmens- und standortübergreifend Strategien entwickelt, in hochflexible Infrastruktur investiert und in enger Zusammenarbeit mit den Hafenansiedlern neue Wertschöpfungspotenziale erschließt. Ziel ist es, die Position der Häfen als Logistikstandorte und Drehscheiben für den weltweiten Warenaustausch weiter zu stärken. Ein strategisches Flächenmanagement gewährleistet dabei einen Branchen-Mix aus Transport, Lagerung, Logistik, Dienstleistung und Produktion.

Mit einer jährlichen Umschlagleistung von über 15 Millionen Tonnen ist der bayernhafen Nürnberg das größte und bedeutendste multifunktionale Güterverkehrs- und Logistikzentrum in Süddeutschland. Auf einer Fläche von 337 ha haben sich hier 260 Unternehmen angesiedelt, die etwa 6000 Menschen einen Arbeitsplatz bieten. Das trimodale Güterverkehrszentrum ist direkt an die Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasser angebunden und verknüpft diese Infrastrukturen in idealer Weise für multimodale Transportketten. Der Standort liegt im Schnittpunkt der Transeuropäischen-Netze (TEN) und gilt als Gateway für Süd-Ost-Europa. Dieser zentrale Distributionsstandort in Süddeutschland erreicht nicht nur ca. 27 Mio. Einwohner im Umkreis von 200 km, sondern zählt nun auch zur „Champions League“ der GVZs in Europa. Die trimodale Umschlaganlage für den Kombinierten Verkehr (KV) garantiert einen reibungslosen Umschlag von Containern, Wechselbrücken und Sattelaufliegern zwischen Schiene, Straße und Wasser. Zudem ermöglicht sie ein weiteres Wachstum im Containerverkehr und erschließt Verladungspotenziale von der Straße auf die umweltverträglicheren Verkehrsträger Schiene und Wasser.

Bericht: Werner Haala, Journalist